23.05.2015 // Toby: Show Nummer 4 – Die Buenos Aires City Tour auf der Zielgraden! Nach den entspannenden letzten Tagen heißt es heute wieder: Ohhhhh Toten Hosen!

Mit dem Taxi geht es heute zum Teatro Flores. Nach einer stressigen Fahrt durch den Abendstau der Stadt landen wir vor einem Möbelladen, der ebenfalls Teatro heißt. Wir sind etwas irritiert, entdecken dann aber doch die Konzertlocation auf der anderen Straßenseite.

Vorher wollen wir aber noch dringend etwas essen. Hinter einer unscheinbaren Tür entdecken wir einen großen Saal mit Spiegeln an den Wänden und einigen Gästen. Wir beschließen uns den Laden einfach mal anzugucken, wir wollen ja was erleben! Im Endeffekt stellt sich heraus, dass wir in einem bolivianischen Disco-Restaurant gelandet sind. Die Inhaber sind super freundlich und auch die georderten Futterberge können sich sehen lassen.

Mit vollen Mägen geht es zurück zum Theater. Flores ist dem Teatro Vortrix sehr ähnlich. Ungefähr die gleiche Kapazität und wieder ein Balkon über dem Innenraum. Hier verschlägt es mich für die erste Hälfte der Show. Die Hosen beginnen mit „Auswärtsspiel“ und sofort ist der „Buenos Aires Rawr“ wieder am Start und der Innenraum brennt. Mit „Weil du nur einmal lebst (vorher)“ und „Liebsspieler“ heizen die Jungs den Publikum direkt zu Beginn ordentlich ein. Vom Balkon kann man sich nicht satt sehen an diesem Anblick von springenden, tanzenden und vor allem feiernden Menschen. Auch die Kombination aus „Rockaway Beach“ und „Achterbahn“ ist ein echtes Brett und darf meiner Meinung nach gerne auch in Zukunft seinen Weg in die Setlist finden. Zum Attaque Cover „Donde las águilas se atreven“ kommt ein Mitglied der Band auf die Bühne, fragt mich aber nicht genau wer. Ist im Endeffekt auch egal, das Lied ist einfach grandios zum Mitsingen. Erstmals spielen die Hosen in Buenos Aires „10 kleine Jägermeister“ und die Argentinier feiern enthusiastisch mit. Im Anschluss dann „Schönen Gruß, auf Wiedersehen“ mit Sprung von Andi in die Menge. Fäuste hoch: tanzen!

Im ersten Zugabenblock „Draußen vor der Tür“. Ohoooooo, Ohooooo! Gänsehaut! Ich bin mittlerweile unten in der Menge und schau mir das Spektakel von hier aus an. Bei Paradies holt Campino einen argentinischen Fan auf die Bühne. Das Mädel ist zwar textsicher, aber halt in der spanischen Version. Das eigentliche Highlight ist aber ein blinder Argentinier, der zu Breiti auf die Bühne geführt wird. Er feiert, als gäbe kein Morgen und hat wohl den Spaß seines Lebens. Campino möchte ihn am Ende zurück von der Bühne bringen, doch nicht mit ihm! Mit einem Sprung in die Menge verabschiedet er sich Richtung Publikum. Mit „Reisefieber“ endet dann der erste Zugabenblock und vor allem die Deutschen feiern das inoffizielle Tourmotto.

Mit „Uno, dos, ultraviolento“ kommen die Hosen zurück auf die Bühne und bringen Pil von den Los Violadores auf die Bühne. Feuer frei für den totalen Wahnsinn! Nach dem „Wort zum Sonntag“ dann wieder „Dias como estos“ oder eher „Noches como estos“ – Nächte, an die wir uns ein lebenlang erinnern werden! Die letzte Zugabe beginnt mit „All die ganzen Jahre“ und endet standesgemäß mit „You’ll never walk alone“. Wir liegen uns klatschnass in den Armen und sind froh all das erleben zu dürfen. Unglaublich, dass dieser Wahnsinn morgen schon enden soll.

Nach der Show treffen wir uns wieder im bolivianischen Restaurant und feiern eine wilde deutsch-argentinisch-bolivianische Party. Tänze und Hits aus allen Ländern werden aufgeführt und angestimmt. Um 5 Uhr morgens liegen wir völlig im Eimer im Bett. Morgen dann das letzte Konzert der Buenos Aires City Tour. Krass, wie schnell die Zeit vergeht.


23.05.2015 // Tobi: Back in Town geht es jetzt voller Tatendrang in die letzten Partynächte der Stadt.

Während die anderen beiden noch in Iguazu am Pool weilen ziehen Peter, Micha und Ich los ins Moly´s Marone. Da wir heute alle etwas Biersatt sind bestellen wir die erste Runde GinTonic. Bei bester Laune an der Theke und noch weiteren Runden bemerken wir kaum das der Laden sich in frühen Morgenstunden leert. Wir unterhalten uns mit dem Barbesitzer über die Toten Hosen und er erzählt uns vom ersten Konzert der Toten Hosen in Argentinien. Zum Abschied bekommen wir noch einen GinTonic ToGo und verabschieden uns ins Hotel.

– Wir sind wieder da!! Wir machen die Bars zu! –

Am nächsten Tag werde ich durch lautes Türklopfen aus dem Schlaf gerissen. Die Dame von der Rezeption redet laut hektisch auf Spanisch … „Irgendetwas“. Ich verstehe kein Wort und ziehe mich schnell an und verlasse das Zimmer, vielleicht brennts?! Fehlalarm!! An der Rezeption sitzt Diego der seine CDs, die ich ihm aus Deutschland mitgebracht habe, abholen will. Ein verrückter Typ der sich wie wild freut das ich ihm seine sechste?! „Im Auftrag des Herrn“ Platte mitbringe nur weil da ein anderer Barcode drauf steht.

Mittags kommen Mona und Toby schweißgebadet aus Iguazu wieder. Wir erzählen von unseren Erlebnissen und schreiben den Tourblog. Um 18 Uhr starten wir mit einer unglaublichen Taxifahrt zum Teatro Flores. Es ist so warm und stickig das ich völlig erschöpft aus dem Taxi falle, dabei steht das Konzert noch bevor.

Auf der Suche nach etwas zu Essen finden wir ein bolivianisches Restaurant welches später noch zur Partyhölle umgewandelt wird. Das wichtigste ist, das Bier schmeckt wieder und die Gang ist wieder zusammen!!

Auf geht´s ins Teatro Flores, wieder ein verdammt geiles Theatergebäude. In mittlerweile gewohnt argentinischer Manier brennen auch dieses die Hosen ab. Ich habe bereits sehr viele Konzerte gesehen aber nie vier aufeinander folgende Shows die einen so aus den Schuhen hauen - liegt es an der Euphorie, an der Luft oder einfach weil jeder einzelne hier so Bock hat?! Ab der ersten Minute rastet die Menge aus und bis zum Balkon hoch singen die Leute lautstark mit. Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass jede Show ein personalisiertes Bühnenbild, mit dem Buenos Aires City Bus auf dem der Club als nächster Halt angeschlagen ist, erhält? Die City Tour ist perfekt!!

Im Anschluss geht die Party beim Bolivianer um die Ecke in die nächste Runde. Ein DJ heizt das Restaurant schon ordentlich ein. Wir ziehen uns paar Tische zusammen und feiern mit >20 argentinischen/deutschen Fans und bolivianischen Gästen weiter. Der Besitzer ist voller Freude über unseren Besuch und fordert uns auf am DJ Pult eine Ansage auf Deutsch zu machen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und erobern das Mikrofon. Die #Michamachts Aktion geht in die nächste Runde, wir erfüllen Mona einen Wunsch und singen den Kartoffelsalat Hit und beenden unseren Auftritt mit „Ficken ist besser als in die Hände zu klatschen“ (Grüße nach Düsseldorf)!!

Nach unendlich vielen Litern Quilmes fallen wir überglücklich aus dem Laden. Auf geht´s zum Finale!!