UNFASSBAR! Ich glaube, das beschreibt die letzten Tage ziemlich gut. Gerade sitzen wir in Iguazu am Flughafen und warten auf den Rückflug

- Toby geht nervös von einer zur anderen Seite des 3x3m großen Gates und ich freu mich auf den Flug!

#michamachts war das große Motto vom letzten freien Tag und vom 3. Konzert. Micha ist einer der wenigen Männer, der einer Frau einen Wunsch von den Lippen abliest, und das dann auch noch umsetzt. Am ersten "Pitstop" in Boca gab's - wie soll's auch anders sein - Cerveza. Am anderen Tisch aßen sie Fleischplatten mit Reis. Nichtsahnend sagte ich "oh, der Reis sieht aber lecker aus". Zack, gab's für mich nen Teller Reis. Ja. Reis. Die Kellner waren ziemlich verdutzt und das wurde weiter unterstützt, als klein Mona die Großen mit Reis fütterte und dabei das Flugzeug machte.

Nunja, so weit, so gut. Weiter über Schienen hin zu den bunten Häuschen und weiter zum nächsten Pitstop. Auf der Straße standen überall angebliche Tangotänzer/ -innen, mit denen man überteuerte Fotos machen konnte... Nach ein, zwei weiteren cervezas kam Micha auf die Idee "toll, Mona mit so nem Typen ist bestimmt toll". #michamachts. Nach akrobatischen Übungen auf den Beinen dieses Tangoseñors brauchte ich erstmal wieder ein Schlückchen meiner Kaltschale. Auf einmal rannte ein kleiner, unendlich süßer, knuddeliger Golden Retriever Welpe an uns vorbei - und ja, meine Stimme ging um 2 Oktaven hoch. Dazu gleich mehr...

Der Chef der Bar fand uns anscheinend toll und schenkte uns Empanadas, woraufhin ich meinte, dass ich Zuckerwatte schon ewig nicht mehr gegessen hab (es rannten nämlich immer so Menschen mit Zuckerwattebäumen an uns vorbei). Zack. Mona hatte rosa Zuckerwatte. Nicht nur im Mund, auch überall im Gesicht. #michamachts. Ne Stunde später fragte Micha, was ich denn noch haben wolle, woraufhin ich meinte "ich würde gern den süßen Hund mal knuddeln". Tja. Ich weiß nicht, wie Micha das dann gemacht hat, aber nach 5 Minuten lief der Hund wieder über die Straße und Micha hastete hinterher. Wieder 2 Minuten später hatte ich dieses unendlich süße Ding auf'm Arm - Gott, ich bin verliebt! Und ich dachte, meine #michamachts - Phase wäre damit zu Ende.

Pustekuchen! Am nächsten Tag war Bergfest der Konzerte und es fing echt gut an! Toby organisierte mir irgendwie ein Ticket und vorne links konnte ich kleines Ding sogar was sehen. Die Lieder waren geil, die Stimmung war gut und wurde durch den Stromausfall sogar noch besser! Beim zweiten Mal anstimmen von Dias como estos war es dann soweit. #michamachts! Mein Bier wurde mir weggenommen, Tobi zerrte mich in Richtung Pogozone, Micha kniete sich hin und ich sollte auf seine Schultern. Auf seine Schultern?! Ja! Tobi ging als Security mit und dann war es einfach nur geil! Ganz vorne dabei, ganz oben! Irgendwann hab ich dann auch Tobis Rockzipfel losgelassen (sorry Tobi) und konnte ohne Händchenhalten oben bleiben. Hammer! Ich saß und stand schon mal auf den Schultern von Toby, aber irgendwie war das ganz anders. Unfassbar! Darauf erstmal ein Cerveza. Für mich konnte das Konzert nicht mehr besser werden.

Als es dann zu Ende war, ging es fix ins Hotel und nach 3h Schlaf hieß es - auf nach Iguazu.

Johannes und ich haben 2h lang im Flugzeug geschlafen, Toby hat glaub ich die Zeit genutzt, um zu beten. Angekommen im Paradies waren wir total baff. Ganz anders, alle sind ganz entspannt drauf und fahren ganz ruhig. Toby und Johannes haben die Zeit genutzt, als ich uns eingecheckt habe, das Hotel zu erkunden und waren hin und weg. Also ging es erstmal zum Pool und es gab ein, zwei Einstimmungscocktails. Irgendwie waren wir alle in der Stimmung, einfach dort liegen zu bleiben und zu entspannen. Aber nein, wir sind ja hier, um was zu sehen. Also los zur brasilianischen Seite. Einen Pfad entlang ging es zum garganta Del diablo, dem wasserreichsten Wasserfall der Welt. Auf dem Weg dorthin gab es schon mehrere andere "kleinere" Wasserfälle zu sehen, von denen wir schon absolut begeistert waren. Aber vor diesem Ungetüm von Wasserfall zu stehen war krass. Einfach unglaublich, selbst wenn man davor steht, kann man es nicht glauben. Ca. 1000 Fotos und einige Wassertropfen später ging es dann zurück zum Hotel. Unfassbar, der bisher schönste Fleck der Erde, den ich je gesehen hab.

Am nächsten Morgen ging es früh raus, frühstücken und zur argentinischen Seite. Mit einer Bimmelbahn fuhren wir den Berg hoch, um uns den Garganta Del Diablo von oben anzusehen. Alle Menschen kamen uns schon pitschnass entgegen, da konnte man schon ein bisschen erahnen. Über (meiner Meinung nach) zu wackelige und zu durchsichtige Brücken, ging es zum Wasserfall, wo man von oben runter schauen konnte. Hier wurde einem dann so richtig klar, was für Massen an Wasser da runter fallen. Man konnte sich gar nicht satt sehen, aber als wir dann pitschnass waren, ging es zurück über die Brücken. Gott sei Dank waren es um die 25/27 Grad, sodass wir innerhalb kürzester Zeit trockneten. Ein unfassbares Erlebnis. Auch unfassbar sind die Nasenbären in dem Park. Am Anfang waren sie wirklich total süß und wir haben uns gefreut, ein, zwei davon zu sehen. Am Ende konnten wir sie fast nicht mehr ausstehen. Johannes wurde beim empanadas-essen von einer Bande der kleinen Tierchen angefallen und mir ist auch einer am Bein hoch gesprungen. Gemeine Biester. Über den Upper und lower Trail sind wir noch mal an den Wasserfällen Adam und Eva vorbei gelaufen und dann machten wir uns auch auf den Weg, um auf unseren nicht englisch sprechenden Taxifahrer zu warten.

Um 17 Uhr sind wir dann unendlich glücklich, unendlich überfordert und unendlich beeindruckt im Hotel angekommen. Jetzt geht's zurück in die laute, stressige Hauptstadt - heute Abend heißt's dann: concerto 4/5. Miau!