20-22.05.2015 // Tobi: Nachdem Toby die letzten Tourtage so gut berichtet hat erzählen wir heute wieder beide von unseren getrennten Touren nach Iguazu und Monetvideo/Colonia.

Nach der unglaublichen Show im La Tastiradas bin ich mit dem Rest zügig ins Hotel geeilt um irgendwie noch meine Reise nach Uruguay zu planen. Klingt einfach wenn man auf die Karte guckt. Doch so planlos ich hier her gekommen bin habe ich mich auch auf diese Reise so gut wie nicht vorbereitet. Mein Plan - ich schicke meine Reisepass Daten an Vero und warte auf Antwort wann ich wo sein soll und schlafe erst mal ein. Das sie noch eine Stunde versucht die spanische Webseite des Fähranbieters zu entziffern und im Hotel jemanden sucht der eine Mastercard hat bekomme ich nicht mit.

Um fünf klingelt mein Wecker, ich schaue aufs Handy - "Treffen halb Sieben am Fährhafen". Ok, also kann ich noch eine Stunde schlafen. Mit großer Überwindung stehe ich schließlich um sechs Uhr auf, sammel die nötigsten Klamotten zusammen und bestelle mir ein Taxi zum Fährhafen. Pünktlich um halb Sieben stehe ich in einer Warteschlange an. Wofür auch immer diese Menschen um diese Zeit angestanden haben, irgendwas stimmt hier nicht. Mir wird langsam klar, diese Leute stehen nicht für die Fähre an. Nach zwei Telefonaten und einem Sprint durchs Hafengebiet steh ich doch noch pünktlich am richtigen CheckIn Schalter der Seacat nach Colonia.

In Colonia angekommen geht es mit dem Bus 2 1/2 Stunden weiter nach Montevideo. Bei einem Kaffee suchen wir uns im Netz ein Hostel heraus und eroberten die Stadt wieder mal zu Fuß. Anschließend befinden wir uns, bei örtlichem Herbstwetter (strahlender Sonneschein, 25C°) am Strand und schlafen umgehend ein.

- Foto folgt -

Heute gibt es dann mal Käsepizza statt Steak und Weißwein statt Bier. Unterwegs trafen wir noch Freunde in der Stadt die bereits seit mehreren Tagen durch Uruguay reisten. Die besuchen wir am Abend in Ihrem Hostel und beenden in geselliger Runde bei Wein und Erzählungen über die Erlebnisse in Argentinien und Urguay den Tag (Weiterhin gute Reise Meike, Andre und Daniel).

Am nächsten Morgen heißt es weiter die Stadt zu erkunden. Montevideo ist zum Glück etwas übersichtlicher als Buenos Aires. Vor allem herrscht hier frischere Luft und die Umgebung rast nicht so heftigt an einem vorbei. Mittags nehmen wir den Bus zurück nach Colonia, um auch die älteste Stadt Uruguays zu besichtigen. Im Gegensatz zu anderen Berichten empfand ich Montevideo schöner als Colonia. Hier wirkt alles sehr touristisch inszeniert.

Den Uruguay Ausflug beenden wir bei einem fetten Burger am Straßengrill. - Wer mal hier ist sollte gegenüber des Fährhafen diesen Bauarbeiter-Laden besuchen. - Der Burger beinhaltet alles was die Gemüse/Fleisch Theke hergibt (Fleisch, Schinken, Salat, Tomate, Champignons, Spiegelei, Erbsen, Möhren, Mais, Jalapenos, Chilischoten). Entspannt, voller Vorfreude auf die letzten Tage und verdammt hohen Feierpotential ging es zurück nach Buenos Aires.

Im Hotel angekommen schmeiß ich meine Sachen in die Ecke und aktivierte Micha und Peter zur Partynacht. Mehr davon morgen inklusive dem vorletzten Konzertbericht.


Toby: Um 04:30 Uhr klingelt der Wecker nach weniger als 3 Stunden Schlaf. Auf geht’s ins nächste Abenteuer: Iguazu! Johannes wartet schon in der Lobby und wir machen uns mit dem Taxi auf zum internationalen Flughafen von Buenos Aires. Einchecken, Boarden und Abflug. Mona und Hannes dösen vor sich hin während ich versuche mich wenigstens ein bisschen zu entspannen, Flugangst und so. Nach anderthalb Stunden landen wir sicher in Iguazu, gefühlt mitten im Regenwald. Schon beim Aussteigen kommt Urlaubsfeeling auf: Sonne, Palmen und sehr freundliche und entspannte Menschen. Unser Taxifahrer klärt uns auf der Fahrt zum Hotel schon über den Nationalpark und die hiesige Flora und Fauna auf. Einchecken im Hotel können wir leider noch nicht, aber der Pool ist schon offen. Also: Badehose an und rein! Mit den ersten Cocktails in Argentinien beginnt nun ein richtiger Urlaub. Wir räkeln uns auf den Liegen und entspannen im Whirlpool: der komplette Kontrast zu Buenos Aires mit seiner lauten und hektischen Art.

Irgendwann kommt dann die Idee auf, unsere Zeit in Iguazu dann doch etwas konstruktiver zu verbringen. Man könnte sich ja heute noch die brasilianische Seite des Nationalparks anschauen. Gesagt, getan: um 14 Uhr checken wir ins Hotel ein, um 14:15 fährt das Taxi nach Brasilien. Wir überqueren den Rio Iguazu, der die Grenze beider Länder markiert. Im Park angekommen geht es mit dem Bus weiter in den Regenwald. Dort angekommen wählen wir den ersten möglichen Stop, um zu Fuß weiterzugehen. Der erste Pfad führt zu einem ersten Blick auf einige kleinere Wasserfälle, doch schon hier kommen wir aus dem Staunen nicht raus. Was ein Anblick! Was eine Naturgewalt. Längs des Flusses gehen wir weiter auf den befestigten Pfaden. Immer wieder halten wir an, um die Aussicht und die Schönheit dieses Ortes aufzusaugen. Die Wege führen immer näher an den größten Wasserfall in Iguazu: Garganta del diablo. Über den Devil’s trail kommt man an dieses Ungetüm sehr nah ran und steht quasi auf einer Brücke kurz hinter dem Wasserfall. Ein unglaublicher Anblick mit einem wahnsinnigen Sound! Eine Weiß Wand aus Wasser stürzt herab und erzeugt eine beängstigenden und gleichzeitig wunderschöne Geräuschkulisse. Eigentlich ist es wirklich nicht in Worte zu fassen und ich kann jedem nur empfehlen hierher zu fahren, sollte man die Möglichkeit dazu haben.

Nach gefühlten 20.000 Fotos und vielen sprachlosen Momenten machen wir uns auf den Weg zurück nach Argentinien in unser Hotel. Nach dem anstrengenden Hinflug und dem ersten Marsch durch den Nationalpark fallen wir nach einem bunten Buffet aus argentinischen Spezialitäten (Kartoffelsalat!) glücklich und sichtlich beeindruckt ins Bett.

Der nächste Tag beginnt abermals mit gestelltem Wecker und nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf in den Nationalpark auf der argentinischen Seite. Der erste Eindruck: deutlich voller und touristischer. Kann aber auch daran liegen, dass wir einfach mal pünktlich sind und die anderen Besucher auch direkt nach dem Frühstück los sind. Mit der Bimmelbahn (nein, ich durfte nicht singen Fichli) ging es zum Devil’s trail in Argentinien. Hier liefen wir knapp 1km über den Fluß oberhalb der Wasserfälle, um mit auf einmal anzuhalten: „Alter, krass“; „Junge, was geht?!“; „Sprachlosigkeit“ – Die Reaktionen waren vielfältig, deuteten aber in die gleiche Richtung. Einfach unbeschreiblich. Da steht man 30cm vom Wasserfall entfernt und sieht die Wassermassen in die Tiefe rauschen. Irre. Einfach nur heftig. Was eine Naturgewalt! Ich wüsste echt nicht, wann ich bei einem Naturschauspiel mal so beeindruckt gewesen bin. Das ist einfach nur der Wahnsinn.

Happy Birthday 20 Jahre Oxfam Deutschland

Happy Birthday! 20 Jahre Oxfam Deutschland! 20 Jahre für eine gerechte Welt!

Im weiteren Verlauf des Tages erkundeten wir weitere Ecken des Parks. Wasserfälle von oben, Wasserfälle von unten: Alles wunderschön und nicht wirklich zu beschreiben in einem Blog. Vor allem nicht, wenn man ein Superlativ an das nächste hängen möchte. Für uns endete schlussendlich der Tag am Pool und mit einem grandiosen Essen. Gegen 11 Uhr morgens machten wir uns dann mit dem Flieger zurück nach Buenos Aires, um wieder auf den Rest der Reisegruppe zu treffen. Jetzt ist es kurz nach 16 Uhr und wir machen uns langsam fertig für das heutige Konzert. Nummer 4/5 wartet auf uns und es ist kaum zu begreifen, dass morgen schon das letzte Konzert bevorsteht und damit die Buenos Aires City Tour enden wird.

Venceremos!!